Wertvolle Erfahrung für Bremer Spitzenathleten

BREMEN/HANAU. Die WM-Form ist noch nicht ganz erreicht, dennoch haben die BKV-Karateka Andreas Bachmann (Nippon Bremerhaven) und Oliver Henning (Shokado Bremen/Nippon Bremerhaven) am Wochenende bei den German Open Karate auf Weltniveau geboten. Die amtierenden Mannschafts-Europameister erreichten zwar keinen Titel, konnten sich aber mit den Besten ihrer Klassen melden. Beide starteten im Einzel, Bachmann in der Klasse bis 75, Henning in der Klasse über 84 Kilogramm.

Andreas Bachmann

„Mein Gegner aus Australien war sehr stark“, sagt Henning über seine letzte Begegnung auf dem Turnier, die er allerdings mit 4:5 äußerst knapp verloren hatte. Zuvor war schon Bachmann gegen den US-Amerikaner Thomas Scott in der dritten Runde ausgeschieden, der im Frühjahr auch die Dutch Open gewonnen hatte. In den beiden Kämpfen davor war Bachmann seinen Gegnern überlegen.

Oliver Henning

Insgesamt starteten rund 800 Karateka aus 58 Nationen auf den German Open, die in vielen Ländern als letzter großer Test vor der Weltmeisterschaft im November in Paris genutzt wurden. „Die German Open hatten Weltniveau“, sagt BKV-Geschäftsführer Horst Kaireit, der ebenfalls vor Ort war, um für die Heim-WM 2014 zu werben und wichtige Gespräche zu führen. Für den DKV war die Meisterschaft recht erfolgreich: zwei zweite Plätze im Kumite (Jana Bitsch, Damen bis 55 Kilogramm und Noah Bitsch, bis 75 Kilogramm) und auch die beiden Kata-Mannschaften unterlagen ihren Kontrahenten nur im Finale – die Herren dabei gegen Italien, die seit Jahren die unangefochtene Nummer eins in dieser Disziplin darstellen. Darüber hinaus sammelte der DKV mehrere dritte und fünfte Plätze.

In der nächsten Woche will Kumite-Bundestrainer Thomas Nitschmann die endgültige Nominierung für die WM in Paris bekanntgeben. Als Europameister haben sowohl Bachmann als auch Henning beste Chancen, mit an die Seine zu reisen. Damit wären sie die ersten BKV-Karateka überhaupt, die an Welttitelkämpfen teilnehmen könnten. Und das erklärte Ziel beider, bei der Heim-WM 2014 auf der Matte zu stehen, wäre ein großes Stück näher gerückt.