C- und B-Trainer Leistungssport-Ausbildung in der Praxis mit der Analyse einiger Techniken

VonS. Weddermann

C- und B-Trainer Leistungssport-Ausbildung in der Praxis mit der Analyse einiger Techniken

Wie in jedem Jahr, bot der Bremer Karate Verband auch in diesem Jahr, von Anfang Februar bis Ende Mai, den begehrten Ausbildungslehrgang zum lizenzierten C- und B-Trainer für Karate an. Sehr lobenswert ist, das der BKV mit seinen beiden Referenten, dem Lehrwart Andreas Seiler (7. Dan Shotokan) und Frank Steffen (5. Dan Wado-Ryu), ein sehr gutes und eingespieltes Referententeam zur Verfügung hat, welches die Teilnehmer aus unterschiedlichen Stilrichtungen sowie aus mehreren Bundesländern optimal ausbildete, so dass die Teilnehmer die fachbezogenen Prüfungsteile der Lizenzvoraussetzungen gut erfüllen konnten!

Die Referenten, beide lizenzierte A-Trainer, boten den Teilnehmern einen optimalen Mix aus Theorie sowie der dann an jedem Tag folgenden Praxis, und banden durch geschickte Fragen-, bzw. Aufgabenstellungen sämtliche Teilnehmer immer sofort in den jeweiligen Unterrichtsteil mit ein. Mal in kleineren, mal in größeren Gruppen und immer wieder neu zusammengestellt, wie auch mit neuen Herausforderungen für die Teilnehmer.

Der theoretische Teil umfasste folgende Themen: Sportpolitik, -pädagogik und -biologie, Trainingsaufbau wie z. B.: Grundlagentraining in Bezug auf Koordination, Flexibilität, Kraft, Ausdauer sowie der Schnelligkeit und dies bezogen auf die unterschiedlichen Altersgruppen von Kinder bis hin zu den Jukuren im Rentenalter, Breiten- wie auch Leitungssport fürs Kihon-, Kumite- sowie dem Kata-Training, Notwehrparagraph, Motivation, Leistungssteigerung durch Trainingshilfsmittel, eine optimale Trainingsplanung um Breiten- wie auch Leistungssportlern gerecht zu werden, Spezifika des Karate-Do – sprich die menschlich moralische Weiterentwicklung des Einzelnen im positiven Sinne, sowie die Geschichte des modernen Karate.

Während der praktischen Ausbildung wurde den Teilnehmerinnen/Teilnehmern immer wieder die Möglichkeit gegeben, sich in verschiedener Art und Weise in der Rolle der Übungsleiterin/des Übungsleiters zu üben. Und dies mal zu zweit, dritt oder zu viert. Da die meisten von ihnen bereits vor Beginn der Ausbildung als Trainerin/Trainer tätig waren, wurden diese Aufgaben auch durch die Hilfestellung der Referenten  gut gelöst. Dies spiegelte sich dann in den zu erarbeitenden ausführlichen Trainingsplänen wieder, die eine Grundlage für die am Ende abzulegende praktische Prüfung waren.

Für den Soundkarate-0Ausbildungspart wurden sie von Daniel Steffen, 3. DAN Wado-Ryu und Soundkaratetrainer, bestens unterstützt.

Eine Ausbildung zum C-Trainer ist immer auch eine Begegnung mit dem eigenen Können. Karate trainieren, ist das eine, aber Karate unterrichten, das ist noch mal etwas ganz anderes.

In Kurzform geht es bei der C-Trainer Ausbildung um Didaktik – was soll vermittelt werden, sowie der Methodik – wie vermittle ich es. Damit ein jeder Schüler das Lernziel, geistig wie auch körperlich, erreicht.

Nach dem Ende der praktischen Prüfungen bekamen die beiden Referenten, nicht nur für ihren guten Lehreinsatz, sondern auch für die angenehme Atmosphäre während der gesamten Ausbildung, ein großes Lob von den Teilnehmern.

(Bericht von Ingo Lukes)

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestanden die theoretische und praktische Prüfung des Fachlichen Teils.

C-Trainer „Breitensport“: Paul Oliver Richter (SKIP Bremen), Dirk Schürmann (Sportschule Asahi Neumünster), Ingo Lukes (SV-Nordenham), Annika Hinz (Tasai Dojo Weyhe), Mario Giwanski (TuSpo Surheide), Lars Fuchser (TV Eiche Horn), Adelina Gashi (Tasai Dojo Weyhe), Akin Ali Kabatas (Nippon Bremerhaven), Alexander Warias (Nippon Bremerhaven), Andrè Stransky (Nippon Bremerhaven), Cansel Ayaydin (Nippon Bremerhaven), Julia Niehaus (Nippon Bremerhaven), Wictoria Kin (Nippon Bremerhaven), Ngoc Son Paul Nhan (TV Eiche Horn), Dominik Holst (TSV Bremervörde), Melina Engel (Nippon Bremerhaven) und Wilhelm Spomer (SV-Nordenham).

C-Trainer „Leistungssport“: Paul Oliver Richter (SKIP Bremen), Dirk Schürmann (Sportschule Asahi Neumünster), Akin Ali Kabatas (Nippon Bremerhaven), Alexander Warias (Nippon Bremerhaven), Andrè Stransky (Nippon Bremerhaven) und Cansel Ayaydin (Nippon Bremerhaven).

B-Trainer „Leistungssport“: Manfred Knecht (Kobudo Kampfsport Friedberg Wetterau e.V.) und Jianxiong Steffen-Li (TV Lehe).

Lizenzverlängerung: Heiko Bergel (SG-Findorff), André Smolé (SKIP Bremen) und Berthold Gerlach (TV Langen).

Bild 1:  Die neuen C-Trainer mit dem Lehrwart und Referent Andreas Seiler (links) und Referent Frank Steffen (rechts).
Bild 2:  Bei der Ausbildung zum C-Trainer „Leistungssport“ mit Referent Frank Steffen (rechts).
Bild 3:  Die neuen B-Trainer „Leistungssport“.
Bild 9:  Die neuen C-Trainer von der Stilrichtung Wado-Ryu mit dem Lehrwart und Referent Andreas Seiler (links) und Referent Frank Steffen (rechts).

C- und B-Trainer Leistungssport-Ausbildung in der Praxis mit der Analyse einiger Techniken

Dieses Jahr konnte der Bremer Karate Verband ein besonderes Highlight in den Bereich der Leistungssport-Ausbildung anbieten. Grundlage hierfür bildete ein spezielles sehr präzises Messgerät, das sämtliche Messwerte auf einen Rechner überträgt. Um einen Einblick davon zu bekommen, ist die typische Darstellung eingefügt.

In der Darstellung sind nicht nur die Spitzenwerte sondern auch eine grafische Kurve enthalten. Hieraus lässt sich so einiges ableiten, und die Technik kann innerhalb von Sekunden in einer Variante wiederholt werden.

Die Ergebnisse waren schnell miteinander verglichen. Steigerungen durch die Optimierung der Technik waren ein begehrtes Ziel. Die Gegenüberstellung verschiedener Techniken zeigte interessante Erkenntnisse. Auch gab es erhebliche Unterschiede in der Technikausführung links und rechts. Eine vorherige Festlegung bestimmter Parameter wurde von allen eingehalten, so dass die Werte im Nachhinein vergleichbar waren.

Gestartet wurde zum Kennenlernen mit einer 0 Inch Punch Technik am Gerät. Anhand einer Liste, die Stück für Stück abgearbeitet wurde, erfolgte ein breites Spektrum an Techniken. Der Gyaku-Tsuki stand dann an der 8. Stelle und wurde mit verschiedenen Varianten ausgeführt. Hierbei war allen klar, dass es eine Gegenkraft gibt. Die Teilnehmer konnten somit neue Erfahrungen in diesen Bereich bekommen und sehen, dass anhand kleiner Veränderungen große Leistungssteigerungen möglich sind.

Ein weiterer Schwerpunkt konnte leider nur kurz angesprochen werden, wobei es um die Reaktion ging. Auch dieses wurde von dem Messgerät geleistet. Die Zielgruppe sind hierbei z. B. die Kumite-Athleten. Das Prinzip ist ähnlich, wobei das Signal optisch vom Rechner erfolgt. Das Ziel in der Ausbildung war aber hauptsächlich das Kennenlernen dieser Analysen, das bei Bedarf das Wissen und die Herangehensweise zur Verfügung steht.

(Bericht von Frank Steffen)

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