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VonS. Weddermann

Jessie Naujoks siegt mit höchster Tageswertung beim Shotokan Cup 2014

Jessie Naujoks beim Shotokan Cup 2014

Jessie Naujoks

Ein Karate Turnier der besonderen Art ist der Shotokan Cup in Mendig und dieses nicht nur aufgrund der hohen Leistungsspitze mit internationaler Besetzung. Während bei den meisten Vergleichskämpfen der Sportler sich seine Kata selbst aussuchen kann, ist es beim Shotokan Cup der Hauptkampfrichter, welcher die Wahl trifft.
Die Sportler betreten die Wettkampffläche und die zu zeigende Kata wird entsprechend angesagt. Dieses bedeutet weder eine spezifische Vorbereitung, noch ein mentales Einstellen auf die anstehende Begegnung. Die zweite Besonderheit ist, dass in den Vorrunden die Auswahl ausschließlich zwischen Heian 2-5 und Tekki-Shodan, Bassai-Dai, Jion, Empi und Kanku-Dai erfolgt, mit anderen Worten zurück zu den Basics.
Das Starterfeld von 20 Schülerinnen war mit mehreren Landesmeisterinnen und einigen Talentkaderathletinnen sehr stark besetzt. Die Geschwister Naujoks sind beide Mitglieder des Talentkaders des Deutschen Karate Verbandes. Jessie gehört dem Staamteam an, während Jamie Aufnahme ins sog. erweiterten T-Kader fand.
Zunächst startete Jamie Naujoks und konnte sich mit der geforderten Heian-Nidan durchsetzten. Für Jessie erbrachte die Auslosung gleich in der ersten Runde den Wiederaufbau des Finalkampfes der Deutschen Meisterschaft. Auch diesemal konnte Jessie gegen ihre Gegnerin aus Erfurt mit einstimmigem Votum gewinnen. Nachdem die Geschwister sich für die Runde der Letzten Acht qualifizierten, fehlten Jamie letztendlich 3 Zehntel für die Teilnahme am Finale.
In der Endrunde standen sich 3 Talentkaderathletinnen und die Landesmeisterin aus NRW gegenüber. Nunmehr konnte auch die Kata frei gewählt werden. Mit einer vollends überzeugenden Gojushiho-Dai ließ Jessie gegenüber dem Kampfrichtergremium keine Zweifel an ihrem Siegeswillen aufkommen. Sie gewann deutlich mit 0.7 Punkten Vorsprung vor ihrer Finalgegnerin den Shotokan Cup 2014.
Die Gesamtwertung mit 25,5 Punkten war zugleich die höchste Wertung des Turniertages.

 Text und Foto: Rainer Naujoks

VonS. Weddermann

SKIP: Jessie Naujoks Deutsche Meisterin der Schüler

Am vergangenen Sonntag des 29. Juni hat die 12-jährige Jessie Naujoks von SKIP Karate-Dojo Bremen bei den Deutschen Meisterschaften der Schülerinnen in Erfurt (Thüringen), in einem Teilnehmerfeld von nahezu 50 Starterinnen, im Finale mit der Kata Gankaku, bei fünf zu null Richterstimmen, souverän und damit verdient den Titel Deutsche Meisterin 2014 errungen!

Jessie Naujoks von SKIP Karate-Dojo Bremen mit Yoko-Geri

Jessie Naujoks von SKIP Karate- Dojo Bremen mit Yoko-Geri

Jessie gehört dem Kata-Stammteam des sog. “Talentkaders” des Deutschen Karate Verbandes an. Für den Verbleib im Kader müssen die Athletinnen und Athleten bis zum Alter von 12 Jahren an bestimmten Pflichtveranstaltungen teilnehmen. Dazu gehört u.a. der German Kata Cup, bei dem sie Ende März diesen Jahres bereits Platz drei belegte. Ferner gehört der Internationale Neko-Cup, der in diesem Jahr in Maintal bei Frankfurt abgehalten wurde, zu diesen obligatorischen Turnieren. Dort sicherte sich Jessie am 14. Mai unangefochten den Sieg im Kata Einzel bei den Schülerinnen und dieses zum dritten Mal in Folge seit 2012.
Die Deutschen Karate Meisterschaften stellen in der Regel für viele Wettkämpferinnen- und Wettkämpfer den bzw. einen Höhepunkt des Jahres dar. Dort messen sich die Qualifikanten der jeweiligen Landesverbände und selbstredend treffen dort die Kadermitglieder aufeinander. Noch in 2013 war Jessie im nationalen Vergleich in einer der Vorrunden etwas unglücklich ausgeschieden. Dieses sollte in diesem Jahr anders werden. Entsprechend war ihre Vorbereitung inform von Technikschulung, (Schnell-)Krafttraining und Athletik sowie Visualisierung geprägt.
Deutsche Meisterschaften haben jedoch ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten mit einem von Anspannung und “geregeltem Chaos” geprägten Ambiente. Vermeintliche Favoriten können in den ersten Runden untergehen, während unbekannte Gesichter sich bis in die vorderen Ränge empor kämpfen. Athleten müssen ihr ganzes Potential ausschöpfen und Risiken eingehen, wenn sie nicht Gefahr laufen wollen lange Anfahrten erfolglos unternommen zu haben. Jessie war bei diesen Meisterschaften eine dieser möglichen Favoritinnen, und sie wurde ihrer Rolle gerecht.
Bei einem Teilnehmerfeld von 47 Starterinnen fanden die Begegnungen mit geteiltem Pool auf zwei Tatamis statt. Jede Runde war eine neue Herausforderung, doch die routinierte Kaderathletin meisterte diese professionell und überzeugte das Kampfrichtergremium stets erneut mit insgesamt nur einer Stimme gegen sich während der gesamten Meisterschaft. Die Anspannung war so groß, dass Athletin und Betreuer glatt übersahen, dass das eigentliche Ziel, das Erreichen des Finales, bereits geschafft war.
Bis zum Beginn der Finalbegegnungen sollte nun eine stundenlange Wartezeit folgen. Mannschaftskämpfe verzögerten nochmals das anvisierte Ziel um 45 Minuten. Es gehört schon eine gewisse Professionalität dazu, die notwendige Konzentration aufrecht zu erhalten. Jessies Finalgegenerin war die thüringische Lokalmathadorin, die sie schon zwei Wochen zuvor im Endkampf besiegt hatte. Hier waren die Karten jedoch neu gemischt. Die Thüringerin legte mit einer sehr guten Kanku-Sho die Messlatte hoch. Dennoch – der Konter der SKIP-Athletin ließ keinen Zweifel bei den Kampfrichtern aufkommen. Mit der Kata Gankaku wurde ein gewisses Risiko in Kauf genommen, denn bereits die erste Hälfte der Kata beinhaltet aufgrund der vielen, dynamischen Richtungswechsel, Nidan-Geri u.v.m., ein hohes technisches Niveau. Gestochen scharfe Yoko-Geri Kombinationen rundeten letztendlich das positive Bild ab und bescherten damit Jessie einen Fünf zu Null Sieg, mithin den Deutschen Meistertitel.
Schwester Jamie Naujoks, die offizielles Mitglied im erweiterten T-Kader des DKV ist, präsentierte sich desgleichen in sehr guter Form beim Vergleich der Deutschen Schülerinnen. Leider bedeutete für sie die dritte Runde das Aus. Immerhin – unter den 16 besten Kata-Athletinnen Deutschlands gehören, ist ein gutes Ergebnis!  Tags zuvor war Vereinskollege Norick Rüffer, der Drittplatzierte bei den Deutschen Meisterschaften in 2013, in der Jugend an den Start gegangen. Seit seiner Aufnahme ins D/C-Jugendkader des DKV ist bei ihm eine enorme Leistungssteigerung zu verzeichnen. Entsprechend waren seine Erwartungen. Seine Kanku-Sho war zunächst sehr vielversprechend, allerdings wurde ihm ein kleiner, schnell unter Kontrolle gebrachter Ausrutscher, dennoch zum Verhängnis. Das nicht einstimmige Votum der Kampfrichter mit zwei zu drei gegen ihn bedeuteten leider schon das Ende in Runde eins.

Text: Kai Hoerder
Foto: DKV

VonS. Weddermann

BKV beim Arawaza Cup in Halle in hervorragender Form

Am 05.04.14 wurde in Halle (Saale) zum zweiten Mal der internationale Arawaza Cup ausgerichtet. Die Kata Abteilung des Bremer Landesverbandes wurde durch die Kaderathleten Norick Rüffer sowie Jessie und Jamie Naujoks vertreten. Alle drei  Athleten starteten in ihrer Altersklasse U14 und wagten auch den Schritt in die nächsthöhere Altersklasse U16.

Von vorn (mit Schild) nach hinten: Jessie Naujoks, Jamie Naujoks, Norick Rüffer

Von vorn (mit Schild) nach hinten:
Jessie Naujoks, Jamie Naujoks, Norick Rüffer

Zunächst startete Norick in der Klasse U16 und sah sich gleich in der ersten Runde einer Unsu gegenüber. Mit einer sauber präsentierten Gojushiho sho konnte er sich jedoch behaupten. Im weiteren Verlauf setzte er sich bis ins Finale durch. Hier musste er sich allerdings geschlagen geben und erreichte den 2.Platz. Es blieb keine Zeit sich über diese gute Platzierung zu freuen, denn die Gruppe U14 wartete schon auf ihn. Hier vermochte er seine guten Leistung aus der U16 zu bestätigen und gewann so Runde um Runde und sicherte sich letztendlich verdient den 1. Platz.
Auch die Geschwister Jamie und Jessie Naujoks mussten sich zunächst in der höheren Altersklasse U16 der Konkurrenz stellen. Hier kam es gleich in der ersten Runde zum Kampf der beiden Bundeskaderathletinnen Nadine Kusch und Jessie Naujoks. Wie auch schon Norick setzte Jessie sich mit einer Gojushiho sho gegen eine Unsu durch. Trotz starker Konkurrenz konnten sich überraschender Weise beide Mädchen bis ins Finale vorkämpfen. Insbesondere Jamie zeigte auf diesem Turnier eine hervorragende Leistung, so war der Finalkampf in dieser Altersklasse der verdiente Lohn für intensives und motiviertes Training, in welchem sie sich lediglich ihrer Schwester geschlagen geben mußte.

Die Kaderathleten nach der Siegerehrung Jessie, Norick und Jamie

Die Kaderathleten nach der Siegerehrung
Jessie, Norick und Jamie

Gleichwohl gab es für die Geschwister keine Verschnaufpause, wartete doch das Starterfeld der U14 schon auf die beiden Sportlerinnen. Auch hier bewiesen die beiden Schwestern noch ausreichend Kraft und Konzentration und konnten sich wiederum bis ins Finale durchkämpfen. In diesem Finale war es erneut Jessie, die sich gegen ihre Schwester behaupten konnte.

Alle drei Sportler zeigten bei diesem Turnier ein hervorragendes Leistungsbild und präsentierten sich sowohl technisch als auch konditionell in beeindruckender Form und haben damit den Bremer Karate Verband mehr als würdig vertreten.

Text und Foto: Carmen und Rainer Naujoks