Schlagwort-Archiv DM

VonFrank Miener

DM Leistungsklasse: Platz drei für Edgard Merkine

Coburg/Bremerhaven. Edgard Merkine, Karate-Hoffnung aus der Karate-Schule Nippon Bremerhaven e.V., hat bei seinem ersten Start in der Leistungsklasse eine Duftmarke gesetzt: Er beendete die Titelkämpfe am Wochenende in Coburg mit Platz drei. Merkine startete in der Klasse bis 60 Kilogramm.

Merkine setzt damit einen Aufwärtstrend fort: Im vergangenen Jahr war Merkine bereits international bei den Junioren bis 55 Kilogramm im Einsatz und wurde 11. der WM. Im Februar erkämpfe er sich bei der EM Platz 9. Im DKV war er in den Nachwuchsklassen ebenfalls erfolgreich und ist entsprechend lange auf dem Radar der Bundestrainer zu finden. Auch für seinen Verein ist er regelmäßig erfolgreich, zudem konnte er im Nachwuchsbereich bereits zwei DM-Siege verbuchen.

• 2018 3. Platz Deutsche Meisterschaft Leistungsklasse

• 2017 Deutscher Juniorenmeister

• 2016 Deutscher Vize-Juniorenmeister

• 2015 Deutscher Jugendmeister

• 2014 3. Platz Deutsche Jugendmeisterschaft

• 2013 Teilnahme Deutsche Schülermeisterschaft

• 2012 5. Platz Deutsche Schülermeisterschaft

BKV-Sportdirektor Tobias Nickel ist mit dem Ergebnis Merkines und der gesamten bremischen Auswahl sehr zufrieden: “Die Deutsche Meisterschaft der Leistungsklasse ist die höchste nationale Meisterschaft. Der BKV ist mit fünf jungen Sportlern nach Bayern gereist, die Potenzial haben sich in der Leistungsklasse durchzusetzen, obwohl sie auch noch in der U21 Altersklasse starten. Mit einer Bronzemedaille für Edgard Merkine und einem 7. Platz für Viktoria Brumm (beide Nippon Bremerhaven) bin ich sehr zufrieden.”

Alle fünf gestarteten Sportler haben schon in zwei Monaten die nächste Chance vordere Plätze bei der DM der U21 zu belegen.

VonS. Weddermann

Deutsche Meisterschaft der Masterklasse 2014

Alexander Bez

Alexander Bez

KAISERSLAUTERN. Andreas Mörsch und Alexander Bez aus der Karate-Schule Nippon stellten sich den Herausforderungen auf der Deutschen Meisterschaft in der Masterklasse 2014 in Kaiserslautern. Auf dieser jährlich stattfinden DM vergleichen sich Karateka in den Kata (Scheinkampf) und Kumite-Klassen (Freikampf) ab 30 Jahre.

Während der Vorbereitungsphase wurden unter Irina Mehrtens – die als Trainerin und technische Beraterin zur Seite stand – noch technische Feinheiten und spezielle Taktiken trainiert. Was sich letztendlich auf der Meisterschaft bezahlt machte.
Zuerst sah es nicht so aus, als ob die Meisterschaft eine Reise wert wäre. Andreas Mörsch schied leider schon frühzeitig in der Klasse Ü40 +80 Kg unglücklich aus. Alexander Bez hingegen konnte sich aber in der Klasse Ü50 +80 Kg, wie schon im Vorjahr, einen Platz auf dem Podest sichern. Lediglich gegen den auf Platz zwei gesetzten späteren Deutschen Meister in dieser Klasse Axel Kunze aus Brandenburg (1. Brandenburger Kampfsportverein) musste er eine Niederlage ein-stecken. In dieser Begegnung konnte Alexander zwar noch nach einem 0:4 Punkte-Rückstand auf 5:5 aufholen, musste aber nach Ende des Kampf-es die Entscheidung der Kampfrichter in Kauf nehmen, die mit 2:3 Richterstimmen erdenklich knapp gegen ihn ausfiel. In der Trostrunde ließ er dann keine Zweifel mehr aufkommen und konnte sich somit noch den 3. Platz sichern.

VonS. Weddermann

DM der Schüler, Jugend und Junioren in Erfurt 2014

Die Trainer Hans Walter und Sergej Hanert mit ihren erfolgreichen Schützlingen Aidan Lück und Edgard Merkine.

Die Trainer Hans Walter und Sergej Hanert mit ihren erfolgreichen Schützlingen Aidan Lück und Edgard Merkine.

ERFURT. Auf der DM in Erfurt, auf der insgesamt über 1180 Karateka in 41 Kategorien antraten konnten sich die Nachwuchskämpfer der Karate-Schule Nippon Bremerhaven wiederholt bemerkenswert platzieren.

Lichtblick waren erste einmal die Schützlinge von Hans Walter, der mit Aidan Lück, Matine Weidinger und Celine Leich gleich drei Deutsche Meisterschafts-Debütanten ins Rennen schickte. Sie mussten sich ebenfalls, wie alle anderen über die Landesmeisterschaft für die DM qualifizieren. Zunächst aber trat erst einmal Chelsea Kalmbach in der Kategorie Junioren Kata Mädchen an. Sie zeigte trotz Trainingsrückstandes eine Steigerung in ihrer Leistung, gewann die erste Runde, verlor aber dann klar in der zweiten Runde gegen die Kata-Junioren-Nationalkaderkämpferin, DM Vizemeisterin von 2013 und diesjährigen DM Dritten Hannah Kübler aus Baden-Württemberg (KIME – Budosport e.V., BW).Auch für Celine Leich, die in derselben Kategorie antrat wie Chelsea, war in der zweiten Runde Schluss. Sie verlor gegen Lisa Dollwet aus Sachsen-Anhalt (Karate-Dojo Hülzweiler, SAA). Matine Weidinger verglich sich in der zweiten Runde gegen die spätere DM-FünfteKiana Heinrich aus Niedersachsen (VfL Wolfsburg e.V., NS). Trotz klarer technischer Vorteile verlor sie diesen Kampf unglücklich. Ausschlaggebend war eine kleiner Wackler in einem vorgeschriebenen Stand.
Aidan Lück, der sich neben den intensiven Meisterschaftsvorbereitungen auch noch intensivst für die Show-Vorführung auf der Weltmeisterschaft 2014 im November mit seinen Brüdern Aaric und Andrew vorbereitet hat und noch weiter vorbereitet, zeigte in der Klasse Schüler Kata Jungen gleich von Anfang an, das mit ihm zu rechnen ist. Dabei zeigte sich, dass Heimtrainer Hans Walter ganze Arbeit geleistet hat. Technisch eine Klasse für sich, konnte er die Kampfrichter ein ums andere mal höchst bemerkenswert überzeugen. Lediglich im Finale fehlte ihm, trotz klarer technischer und Timing bezogener Vorteile, gegen seinen Kontrahenten Till Sabel aus Niedersachsen (KD Bushido Lingen e.V., NS) das Quäntchen Glück und die Überzeugungskraft die Kampfrichter vollends auf seine Seite zu ziehen. Als DM-Debütant trotzdem ein riesen Erfolg mit dem Deutschen Vizemeistertitel.

Im Kumite (Freikampfbereich) sah es zunächst erst nach einer völligen Pleite aus. Schon im Vorfeld konnte Kaan Kabatas wegen eines Sehnenanrisses nicht antreten. Auch Leotrime Dema musste in ihrer Klasse verletzungsbedingt ausscheiden. Als DM-Debütanten kam Felix Kraske und Jason Wendelken – ebenso wie Viktoria Brumm und Maurice Walter in ihren Gewichts- und Altersklassen – nicht über die 1. Runde hinaus.
Anil Gök kam in der 2. Runde gegen den späteren DM-Fünften Maurice Däumler aus Sachsen ins straucheln.
Sehr überzeugend zeigte sich Jessica Baumann in der Juniorenklasse Kumite Mädchen +59 kg. Trotz fehlender Erfahrung zeigte sie sehr viel Biss. Musste sich aber auch ihrer Gegnerin aus Thüringen, Lisa-Eillen Wolf in der 2. Runde erdenklich knapp mit 0:1 Punkten geschlagen geben.
Mit Eugen Keler (Junioren Kumite Jungen +76 kg), Maximillian Kroneberger, und Martin Pflaum (beide Junioren Kumite Jungen -68 kg) traten drei Hoffnungsträger an, die ein gute Chance auf eine Platzierung hatten. In der ersten Runde konnten alle drei ihre Kämpfe souverän gewinnen. Martin und Maximillian sogar frühzeitig mit 8:0 Punkten. Eugen führte in der zweiten Runde sogar mit 4:0 Punkten und war auf einmal völlig neben der Spur und unkonzentriert. Er verlor am Ende sogar mit 4:5 Punkten gegen den späteren DM-Dritten Lukas Sobel aus Nordrhein-Westfalen.
Maximillian war in seiner 2. Runde nicht konsequent genug. Nach der regulären Kampfzeit stand es 2:2. Per Kampfrichterentscheid verlor er knapp mit 2:3 Stimmengegen den späteren DM-Dritten Maxim Borger aus Bayern. Nun lag es an Martin einen Sieg einzuholen. Aber auch er war nicht konsequent genug. Trotz klarer Überlegenheit verlor auch er ebenfalls knapp mit 0:1 Punkten gegen den späteren DM-Fünften Lukas Schladitz aus Sachsen-Anhalt.
Zwar verlor auch Vladislav Nebert (Junioren Kumite Jungen -61 kg) in der zweiten Runde gegen den späteren Deutschen Meister seiner Klasse, Julian Vering aus Nordrhein-Westfalen. Konnte sich aber über die Trostrunde noch den siebten Platz sichern.
Endlich fand Edgard Merkine (Jugend Kumite Jungen -52 kg) die Möglichkeit sein ganzes Können unter Beweis zu stellen, nachdem er letztes Jahr in der Schülerklasse hochfavorisiert schon im Vorfeld verletzungsbedingt wegen eines Beinbruches ausscheiden musste. Dieses Jahr bewies auf den wichtigsten internationalen Turnieren, dass mit ihm auf der DM zu rechnen ist. Bis zum Kampf um den Poolsieg ließ er seinen Gegnern keine Chance. Besiegte sogar den DM Vizemeister des Vorjahres mit 5:0 Punkten. Selbst im Kampf um den Poolsieg war er eindeutig der aktiver Kämpfer konnte aber keine entscheidenden Punkte machen. Nach einem 0:0 in der regulären Kampfzeit musste er sich per Kampfrichterentscheid dem späteren Deutschen Meister Niclas Spott aus Thüringen geschlagen geben. In der Trostrunde drehte Edgard nochmals richtig auf und ließ keinen Zweifel an seinem Siegeswillen. Im Kampf um den dritten Platz besiegte er dann am Ende seinen Gegner Marvin Bier aus Hessen konsequent mit 7:0 Punkten.