Schlagwort-Archiv Deutsche Meisterschaft

VonS. Weddermann

Deutsche Meisterschaft der Masterklasse 2014

Alexander Bez

Alexander Bez

KAISERSLAUTERN. Andreas Mörsch und Alexander Bez aus der Karate-Schule Nippon stellten sich den Herausforderungen auf der Deutschen Meisterschaft in der Masterklasse 2014 in Kaiserslautern. Auf dieser jährlich stattfinden DM vergleichen sich Karateka in den Kata (Scheinkampf) und Kumite-Klassen (Freikampf) ab 30 Jahre.

Während der Vorbereitungsphase wurden unter Irina Mehrtens – die als Trainerin und technische Beraterin zur Seite stand – noch technische Feinheiten und spezielle Taktiken trainiert. Was sich letztendlich auf der Meisterschaft bezahlt machte.
Zuerst sah es nicht so aus, als ob die Meisterschaft eine Reise wert wäre. Andreas Mörsch schied leider schon frühzeitig in der Klasse Ü40 +80 Kg unglücklich aus. Alexander Bez hingegen konnte sich aber in der Klasse Ü50 +80 Kg, wie schon im Vorjahr, einen Platz auf dem Podest sichern. Lediglich gegen den auf Platz zwei gesetzten späteren Deutschen Meister in dieser Klasse Axel Kunze aus Brandenburg (1. Brandenburger Kampfsportverein) musste er eine Niederlage ein-stecken. In dieser Begegnung konnte Alexander zwar noch nach einem 0:4 Punkte-Rückstand auf 5:5 aufholen, musste aber nach Ende des Kampf-es die Entscheidung der Kampfrichter in Kauf nehmen, die mit 2:3 Richterstimmen erdenklich knapp gegen ihn ausfiel. In der Trostrunde ließ er dann keine Zweifel mehr aufkommen und konnte sich somit noch den 3. Platz sichern.

VonS. Weddermann

SKIP: Jessie Naujoks Deutsche Meisterin der Schüler

Am vergangenen Sonntag des 29. Juni hat die 12-jährige Jessie Naujoks von SKIP Karate-Dojo Bremen bei den Deutschen Meisterschaften der Schülerinnen in Erfurt (Thüringen), in einem Teilnehmerfeld von nahezu 50 Starterinnen, im Finale mit der Kata Gankaku, bei fünf zu null Richterstimmen, souverän und damit verdient den Titel Deutsche Meisterin 2014 errungen!

Jessie Naujoks von SKIP Karate-Dojo Bremen mit Yoko-Geri

Jessie Naujoks von SKIP Karate- Dojo Bremen mit Yoko-Geri

Jessie gehört dem Kata-Stammteam des sog. “Talentkaders” des Deutschen Karate Verbandes an. Für den Verbleib im Kader müssen die Athletinnen und Athleten bis zum Alter von 12 Jahren an bestimmten Pflichtveranstaltungen teilnehmen. Dazu gehört u.a. der German Kata Cup, bei dem sie Ende März diesen Jahres bereits Platz drei belegte. Ferner gehört der Internationale Neko-Cup, der in diesem Jahr in Maintal bei Frankfurt abgehalten wurde, zu diesen obligatorischen Turnieren. Dort sicherte sich Jessie am 14. Mai unangefochten den Sieg im Kata Einzel bei den Schülerinnen und dieses zum dritten Mal in Folge seit 2012.
Die Deutschen Karate Meisterschaften stellen in der Regel für viele Wettkämpferinnen- und Wettkämpfer den bzw. einen Höhepunkt des Jahres dar. Dort messen sich die Qualifikanten der jeweiligen Landesverbände und selbstredend treffen dort die Kadermitglieder aufeinander. Noch in 2013 war Jessie im nationalen Vergleich in einer der Vorrunden etwas unglücklich ausgeschieden. Dieses sollte in diesem Jahr anders werden. Entsprechend war ihre Vorbereitung inform von Technikschulung, (Schnell-)Krafttraining und Athletik sowie Visualisierung geprägt.
Deutsche Meisterschaften haben jedoch ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten mit einem von Anspannung und “geregeltem Chaos” geprägten Ambiente. Vermeintliche Favoriten können in den ersten Runden untergehen, während unbekannte Gesichter sich bis in die vorderen Ränge empor kämpfen. Athleten müssen ihr ganzes Potential ausschöpfen und Risiken eingehen, wenn sie nicht Gefahr laufen wollen lange Anfahrten erfolglos unternommen zu haben. Jessie war bei diesen Meisterschaften eine dieser möglichen Favoritinnen, und sie wurde ihrer Rolle gerecht.
Bei einem Teilnehmerfeld von 47 Starterinnen fanden die Begegnungen mit geteiltem Pool auf zwei Tatamis statt. Jede Runde war eine neue Herausforderung, doch die routinierte Kaderathletin meisterte diese professionell und überzeugte das Kampfrichtergremium stets erneut mit insgesamt nur einer Stimme gegen sich während der gesamten Meisterschaft. Die Anspannung war so groß, dass Athletin und Betreuer glatt übersahen, dass das eigentliche Ziel, das Erreichen des Finales, bereits geschafft war.
Bis zum Beginn der Finalbegegnungen sollte nun eine stundenlange Wartezeit folgen. Mannschaftskämpfe verzögerten nochmals das anvisierte Ziel um 45 Minuten. Es gehört schon eine gewisse Professionalität dazu, die notwendige Konzentration aufrecht zu erhalten. Jessies Finalgegenerin war die thüringische Lokalmathadorin, die sie schon zwei Wochen zuvor im Endkampf besiegt hatte. Hier waren die Karten jedoch neu gemischt. Die Thüringerin legte mit einer sehr guten Kanku-Sho die Messlatte hoch. Dennoch – der Konter der SKIP-Athletin ließ keinen Zweifel bei den Kampfrichtern aufkommen. Mit der Kata Gankaku wurde ein gewisses Risiko in Kauf genommen, denn bereits die erste Hälfte der Kata beinhaltet aufgrund der vielen, dynamischen Richtungswechsel, Nidan-Geri u.v.m., ein hohes technisches Niveau. Gestochen scharfe Yoko-Geri Kombinationen rundeten letztendlich das positive Bild ab und bescherten damit Jessie einen Fünf zu Null Sieg, mithin den Deutschen Meistertitel.
Schwester Jamie Naujoks, die offizielles Mitglied im erweiterten T-Kader des DKV ist, präsentierte sich desgleichen in sehr guter Form beim Vergleich der Deutschen Schülerinnen. Leider bedeutete für sie die dritte Runde das Aus. Immerhin – unter den 16 besten Kata-Athletinnen Deutschlands gehören, ist ein gutes Ergebnis!  Tags zuvor war Vereinskollege Norick Rüffer, der Drittplatzierte bei den Deutschen Meisterschaften in 2013, in der Jugend an den Start gegangen. Seit seiner Aufnahme ins D/C-Jugendkader des DKV ist bei ihm eine enorme Leistungssteigerung zu verzeichnen. Entsprechend waren seine Erwartungen. Seine Kanku-Sho war zunächst sehr vielversprechend, allerdings wurde ihm ein kleiner, schnell unter Kontrolle gebrachter Ausrutscher, dennoch zum Verhängnis. Das nicht einstimmige Votum der Kampfrichter mit zwei zu drei gegen ihn bedeuteten leider schon das Ende in Runde eins.

Text: Kai Hoerder
Foto: DKV

VonS. Weddermann

Bronzemedaille für Norick Rüffer aus Bremen-Nord bei den Deutschen Meisterschaften

Das Kadermitglied der Kata-Auswahl in Bremen, Norick Rüffer (TuS International Bremen), erkämpft sich den dritten Platz bei den Deutschen Schülermeisterschaften im Karate in Buchholz.

Norick Rüffer mit Bundestrainer Efthimios Karamitsos

Norick Rüffer mit Bundestrainer Efthimios Karamitsos

Buchholz in der Nordheide war der diesjährige Austragungsort für die DM der Schüler vom 16.11.2013. Moderat insofern der Anfahrtsweg der Bremer, aber auch der Wettkampfbeginn für die Jungen gegen 10:15h – gute Voraussetzungen demnach für eine vordere Platzierung. Norick, einer der 463 Teilnehmer der DM, hat diese Chance bei seinem Debüt genutzt und sich verdient in die Siegerphalanx emporgearbeitet.

Der Weg zu seinem persönlichen Erfolg war jedoch nicht eben leicht – galt es doch die hochmotivierte Konkurrenz u.a. aus dem T-Kader des Deutschen Karate Verbandes hinter sich zu lassen. Dieses ist ihm auch in den Vorrunden mit starken Kata-Vorträgen überzeugend gelungen, bis er auf den späteren Deutschen Meister der Nationalmannschaft stieß. So blieb Norick “nur” der Weg über die Trostrunde zum kleinen Finale auf das Siegerpodest. Mit diesem greifbaren Ziel vor Augen steigerte sich das Bremer Kadermitglied in den nachfolgenden Runden und zeigte souveränes Auftreten,
Kampfgeist, gepaart mit überzeugender Athletik. Dazu zählt nicht nur die Präsenz auf der Kampffläche, sondern auch der zielgerichtete Fokus zwischen den Runden mit pausenlosem Aufwärmen, zur Beibehaltung der wettkampfspezifischen Spannung. Norick hat alles richtig gemacht, sich aber auch körperlich und mental völlig verausgabt und damit überaus verdient Platz drei gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!
Auch die Schülerinnen der Bremer Kata-Auswahl, Jessie und Jamie Naujoks (beide SKIP Bremen), waren in Topform nach Buchholz gekommen. Jamie konnte in Runde eins die Kampfrichter noch mit einem kraftvollen Vortrag überzeugen. Auch die zweite Runde hätte zu ihren Gunsten ausfallen müssen, doch leider leistete sie sich zum Ende der Bassai-dai einen Standfehler, der ihr den schon sicher geglaubten Sieg kostete. Da ihre Gegnerin sich nachfolgend nicht durchsetzen konnte, blieb ihr die Trostrunde verwehrt.
Besonders erfreulich ist für die beiden Team-Kollegen, Jamie und Norick, daß sie die Erlaubnis des Bundestrainers Efthimios Karamitsos erhalten haben, als Gäste in der Nationalmannschaft des Talentkaders mittrainieren zu dürfen. Ihr erstes Bundeskader-Training können sie bereits im Dezember diesen Jahres in Frankfurt absolvieren.
Schwester Jessie gehört zur Stammmannschaft des Talentkaders des DKV. Sie überzeugt stets mit Ausdrucksstärke und ihrer dynamischen Agilität. Dieses hatte sie unlängst mit ihrem Sieg in Berlin beim Banzai-Cup und dem Sieg bei den Hanse Open vom vorhergehenden Wochenende eindrucksvoll unter Beweis gestellt – beides anspruchsvolle Turniere mit internationaler Beteiligung. Mit einem Freilos und dem Gewinn der nächsten beiden Runden sah es zunächst danach aus, als könnte sie den Einzug ins Finale schaffen. Leider waren die Kampfrichter in der nachfolgenden Begegnung mit 3 zu 2 Richterstimmen nicht zu überzeugen und so verlor sie etwas unglücklich gegen die jetzt amtierende Deutsche Meisterin, die Jessie in Berlin noch hatte bezwingen können. In der Trostrunde konnte sie dann nicht mehr gänzlich zu ihrer gewohnten Form aufsteigen. Dennoch, am Ende blieb der siebte Platz unter den Besten Deutschlands.
Bremen, die Ausrichterstadt der Karate-Weltmeisterschaften vom 05. bis 09.11.2014, braucht mit seinen Talenten in Kata und Kumite sowohl national, als auch international, in keiner Weise hinter dem Berg halten.
Text und Foto: Kai Hoerder