Die Graduierung durch farbige Gürtel wurde wahrscheinlich aus dem Judo übernommen. Kanō Jigorō, Gründer des Kōdōkan Judo, hat dieses System im 19. Jahrhundert erstmalig verwendet. Vorher gab es kein Graduierungssystem nach Gürtelfarben in den Kampfkünsten aus Okinawa und Japan. In Graduierungen wird zwischen den Schülergraden, den so genannten kyū, und den Meisterschülern bzw. Meistergraden, den so genannten dan, unterschieden. Jeder dieser Stufen wird eine Gürtelfarbe zugeordnet. In dem in Deutschland gebräuchlichsten Graduierungssystem existieren 9 Kyū- und 10 Dan-Grade. Der 9. Kyū ist hierbei die unterste Stufe, der 10. Dan die höchste.

9.Kyū
(weiß)
8.Kyū
(gelb)
7.Kyū
(orange)
6.Kyū
(grün)
5.-4.Kyū
(blau)
3.-1.Kyū
(braun)
1.- 9.Dan
(schwarz)
10. Dan
(weiß-rot)

Bis zum Jahre 1981 existierte im Deutschen Karate Verband eine Abstufung über fünf Schülergrade (5. bis 1. Kyū), wobei für jeden Kyū-Grad eine Farbe in der vorgenannten Reihenfolge stand. Diese Abstufung wurde zugunsten einer feineren Differenzierung durch vorstehende Graduierungen ersetzt.

Quelle: Wikipedia